Die Betreuer
Thomas Beer, Bernd Dahmen, Carina Doum, Peter Eichelmann, Thomas Harlacher, Julia Havenith, Anja Krieger, Thomas Krieger, Britta Küpper, Michael Müllenmeister, Beate Roderburg, Birgit Schümmer
Die Fahrt
Wer es bis jetzt noch nicht wußte: Die Hochwasser-Katastrophe dieses Sommers nahm ihren Anfang auf Sardinien, im Zeltlager von Sankt-Lucia-Tours. Innerhalb kürzester Zeit setzte heftiger Regen 5 Zelte knöcheltief unter Wasser. 27 Personen mußten evakuiert werden und kamen vorübergehend bei Pizzabäcker Graziano und Barkeeper Gianni unter. Das war unser erster Eindruck von Sardinien, und dabei regnet es doch eigentlich auf Sardinien nie!?
Nach zwei Tagen war aber wieder alles trocken. Es folgten noch die Lektionen “Wie wehre ich mich gegen Mücken, Ameisen und Wespen?”, danach konnten die Teilnehmer des Survival-Camps beim Kulturprogramm entspannen.
Kleine und große Highlights waren die antike Stadt Tharros, die Sartiglia (Reiterspiele) in Torregrande, der Ausflug nach Bosa (wo es so leckeres Eis gab, daß der Fahrtleiter sich drei Portionen gönnte) und die Tropfsteinhöhle Grotta di Nettuno mit Bootsfahrt und anschließendem Sightseeing in der “spanischen” Stadt Alghero.
Einfach genial war wieder die Übernachtung auf der Burgruine bei Cuglieri. Ein sagenhaftes Ambiente nicht nur für unseren Gottesdienst: Von diesem Felsgipfel genossen wir bei Wein, Brot und Käse die Aussicht auf Sonnenuntergang und Sternschnuppen. Die ganz Harten wanderten bei Sonnenaufgang durch die sardische Berglandschaft, durch Gestrüpp und vorbei an einem Wasserfall, hinunter ins Tal. Zurück im Lager erwartete die Wanderer schon ein köstliches Frühstücksbuffet… Na ja, fast.
Angesichts des kulinarischen Angebots wurden selbst notorische Nörgler zu Gourmets: Alle Kochgruppen gaben ihr Bestes, und besondere Höhepunkte waren der Bayerische Abend (zu dem sogar einige Teilnehmer im passenden Outfit erschienen), der Paella-Abend, der Fondue-Abend und der Sardische Nachmittag: Nach einer Idee des Campingplatzbesitzers Tore feierten wir mit ca. 100 Leuten ein deutsch-sardisches Gelage mit typischen Spezialitäten in fester und flüssiger Form.
Wer immer noch nicht genug hatte, der konnte bei Pizzabäcker Graziano auch noch exotischere Sachen wie Seeigel, Kaktusfeigen oder einen “besonderen” sardischen Käse probieren.
Neben kulinarischen Mottoabenden gab es auch noch andere, nämlich den Casino-Abend und erstmals den Kirmes-Abend mit dem “1. Internationalen Jungenspiel”. Vom Maisingen über den Festzug, Pommes Spezial mit Bratrolle oder Bamischeibe, Königsball bis hin zum Begraben gab es alles, was zu einer richtigen Kirmes dazu gehört.
Genug Kultur? Die Sportlichen konnten sich auch bei der Lagerolympiade oder beim Fußballturnier des Campingplatzes austoben.
Vergessen sind jetzt hoffentlich auch die kleinen Wehwehchen, die unsere Sanitäterinnen Carina und Julia meistens erfolgreich mit dem “psychologischen Verband” kurieren konnten. Größere Verluste gab es nur durch das “Mörderspiel”, bei dem mehr als die Hälfte der Mannschaft dahingerafft wurde. Durch Küssen!
Ein sensationelles Comeback gab es übrigens für den Wanderbagger, den Preis für den am eifrigsten baggernden Mitfahrer: Nachdem es 2000 keinen würdigen Preisträger gab, nachdem er 2001 verschollen war, nachdem er vor der diesjährigen Fahrt nur knapp aus einem brennenden Auto gerettet werden konnte, kam seine Verleihung dieses Jahr fast einer Oscar-Nacht gleich.
Musikalisch begleitet wurde die Sardinien-Fahrt von der Gitarren-Combo um Marc, Gerrit, Max und Peter, denen kein Griff zu schwer war. Unvergessen ist ihre Interpretation von “Knockin’ on heaven’s door”. Wir sind gespannt, ob sie bis zum Nachtreffen auch den “Super Perforator” drauf haben und tanzen können.
Nach drei Wochen endete die Sardinien-Tour 2002 mit Blitz und Donner. Da, wo am Vortag noch Zelte gestanden hatten, war schon wieder Land unter. Unsere Busfahrer Dieter und Werner brachten uns aber wieder sicher nach Hause, und unser treuester Teilnehmer Se.Si. hielt seine Abschiedsrede.
P.S.: Ob die Badesalz-CDs jetzt einen Boom erleben? Da könnt ich glatt verrückt werde’!