Der Betreuer
Thomas Krieger
Die Fahrt
So fing alles an: Thomas Krieger, unser Fahrtleiter, begann am 1. März 1992 nach seinem Studium zum Gemeindereferenten die Arbeit in St. Lucia. Aus seiner Heimatgemeinde Sankt Dionysius Übach kannte er Ferienfahrten als Teilnehmer und später als Leiter. Also lag nahe, daß er in seiner Arbeit auch Ferienfahrten organisieren wollte. Doch der Anfang war schwierig.
Schwierig, da ihm überall, wo er seine Idee kundtat, blanke Skepsis entgegentrat. “Das gibt hier nichts, da fährt keiner mit, die Jugendlichen machen andere Dinge”. Nun denn. Trotzdem wollte er eine Fahrt in Sankt Lucia durchführen. Geplant wurde für die Sommerferien 1992, ein kurzer Planungsvorlauf, aber es funktionierte.
Wir fuhren mit 2 Kleinbussen und 15 Personen nach Le Porge Océan, an die französische Atlantikküste. Ein bunt gemischter kleiner Haufen, mit Teilnehmern aus Paderborn, Kerpen, Würselen und Broichweiden. Wir verbrachten tolle drei Wochen, in denen einige Erlebnisse besonders haften geblieben sind:
Auf dem Vortreffen hatte Thomas eine dreiwöchige unbeschwerte Fahrt mit Lagerfeuer, Strand und Zelt ohne die geringste Berieselung von oben (sprich Regen) versprochen. Originalton T.: “Regenjacke brauchen wir keine; in Frankreich regnet es nie!!!” Und es kam, wie es kommen mußte: Ein Platzregen von mehreren Tagen überschwemmte den gesamten Campingplatz inklusive des Lagers. Folgende ungewöhnliche Maßnahmen wurden daraufhin von Thomas angeordnet:
- Gräben ziehen (ungefähr 40 cm tief), die mit Löffeln ausgehoben werden mußten, mangels Werkzeug!
- Ein Zelt wurde ausgeräumt und diente als Küchen-, Eß- und Aufenthaltszelt. Folge: Die geschlechtliche Trennung in den Zelten mußte aufgelöst werden (und das bei einer katholischen Ferienfahrt)! Seitdem suchen wir nur noch absolut sonnensichere Ferienfahrtsziele aus, wie Sardinien, Südfrankreich, Spanien, Istrien.
- Das Essen (sprich Thomas’ Lieblingsessen Reibekuchen) wurde im Waschhaus als einzigem einigermaßen trockenem Platz zubereitet.
Da außerdem vor der Fahrt unzählige Dosen “Birnenobst” eingekauft worden waren (gab’s wahrscheinlich bei Aldi im Angebot), wurden die Teilnehmer nach jeder Mahlzeit genötigt, doch noch ein “Birnchen” zu essen, begleitet von dem alltäglich wiederkehrenden und bis heute gültigen Spruch: “Ne Birne geht immer!”